Mittwoch, 13. April 2011
Dienstag, 12. April 2011
COAK (1)
16. Januar 2110 Erdzeit - SOL Erdensektor
Wie ein Nichts erstreckte sich der Raum bis in eine ungewisse Unendlichkeit. Leer und Schwarz – so schwarz, dass es einen beinahe ersticken lies. Doch das All war nicht leer...
#KRZZT# „U.T.C. COAK verlässt die Werft!“
Ein großer modifizierter Frachter verließ ein gewaltiges rechteckiges Gerüst, dass Ähnlichkeit mit einem überdimensionalen Käfig hatte und welches zu einer großen im Orbit des Planeten Erde schwebenden Werft-Station gehörte. Die Werft-Station hatte wiederum Ähnlichkeit mit einer großen unförmigen Kugel aus der unzählige Antennen und Aufbauten ragten. Sie bewegte sich halb im Schatten des Planeten, so, dass man einen Teil von ihr nicht sehen konnte, abgesehen von einigen Lichtern die im Dunklen schimmerten. Der Frachter verließ träge den Käfig und schwebte in den Raum hinaus, wie ein mit einem Seifenstück angetriebenes Holzstück.
#KRZZT# „U.T.C. COAK – übermittle Navigationspunktdaten.“
Schwerfällig änderte die COAK den Kurs. In einem weiten Bogen nahm sie Kurs auf die vorgegebenen Zieldaten. An Bord des ehemaligen Superfrachters war es still und nur ein Surren und das Ticken einiger Lämpchen über der Bordcomputerkonsole waren zu hören.
Die COAK wurde umfunktioniert zu einem Forschungsschiff der Superlative, ausgestattet mit neuester Technik, den besten Sensoren und einem der bis dato schärfsten Teleskope der bekannten Welt.
Das Ziel lag direkt voraus, wenn auch mit bloßem Auge nicht zu sehen. Die Raumbasis „Washingtons Triumph“. Wie ein Pilz aus dunklem Stahl schwebte sie im nahen Orbit der Erde und mit hunderten von kleinen Lichtern leuchtend. Langsam drehte sich die Raumstation um ihre eigene Achse und raste mit hoher Geschwindigkeit um den Planeten – auch wenn es wirkte, als stehe sie still. Von der COAK aus noch nicht zu sehen besaß auch „Washingtons Triumph“ unzählige Antennen und mehrere große Satellitenschüsseln, sowie ein Dutzend automatischer Geschütztürme.
Die COAK näherte sich schnell. Bei einer Geschwindigkeit von knapp 16000 Kilometern pro Stunde zündeten die kleinen Rückschubtriebwerke am Bug des ehemaligen Superfrachters und das Schiff wurde langsamer, während „Washingtons Triumph“ schnell größer wurde.
#KRZZT# „Hier Washingtons Triumph Verkehrsüberwachung – Andockerlaubnis erteilt – übermittle Daten für automatisches Andockmanöver.“
Kersteen beobachtete das Andockmanöver auf einem Bildschirm, während ihr Onkel Anweisungen an das Megaschiff übermittelte.
„Übergangsbrücke kommt in 10 Sekunden“, sagte er. Mit seiner Nase klebte er fast am Bildschirm der ihm mit vielen Zahlen und einer einfachen Simulation sagte, wann er was zu tun hatte und welche Anweisungen er geben musste.
#KRZZT# „U.T.C. COAK – Geschwindigkeit vollständig angepasst – Erwarte Übergangsbrücke in 5... 4... 3... 2... 1... ...“
Kersteen beobachtete wie sich die Übergangsbrücke, eine Art langer Schlauch, an eine Schleuse der COAK verhackte und mit einem Ruck anschloss. Dahinter drehte sich die Erde um ihre eigene Achse. Europa tauchte gerade am Horizont auf und Kersteen fiel ein, dass die Menschen dort unten einen neuen Tag vor sich hatten.
#KRZZT# „U.T.C. COAK – Andockmanöver erfolgreich, öffne Schleusen.“
Kersteens Onkel stieg aus seinem Sitz und trat an den Bildschirm zu Kersteen. Er lächelte und nickte, als wollte er seine eigene Arbeit loben.
„Das wars“, sagte er.
Er legte ihr seinen Arm um die Schulter und nahm sie mit. Sie lies sich von ihm hinausführen. Im Gang blieb er stehen und wandte sich an sie.
„Ich muss noch etwas erledigen, gehst du bitte schon mal vor?“
Mit diesen Worten kehrte er wieder zur Verkehrskontrolle zurück. Sie kannte ihn zu gut, um nicht zu merken, dass er sie los geworden war. Überhaupt verhielt er sich in den letzten Tagen sehr ungewöhnlich. Ständig schien ihm etwas Sorgen zu machen und immer öfters versank er in seinen Gedanken und vergass alles andere um sich herum. Als sie gefragt hatte, ob alles in Ordnung sei, hatte er sie beruhigt, es sei alles bestens und er sei nur etwas überarbeitet, sie solle sich keine Sorgen machen. Bald hatte er Urlaub und endlich sollte es zurück zur Erde gehen, doch Kersteen hatte etwas anderes im Gefühl. Wenn sie hinaus in den Raum und die leuchtende Erdenkugel unter sich sah, spürte sie, dass sie ihren Planeten verloren hatte, für eine lange Zeit.
Wie ein Nichts erstreckte sich der Raum bis in eine ungewisse Unendlichkeit. Leer und Schwarz – so schwarz, dass es einen beinahe ersticken lies. Doch das All war nicht leer...
#KRZZT# „U.T.C. COAK verlässt die Werft!“
Ein großer modifizierter Frachter verließ ein gewaltiges rechteckiges Gerüst, dass Ähnlichkeit mit einem überdimensionalen Käfig hatte und welches zu einer großen im Orbit des Planeten Erde schwebenden Werft-Station gehörte. Die Werft-Station hatte wiederum Ähnlichkeit mit einer großen unförmigen Kugel aus der unzählige Antennen und Aufbauten ragten. Sie bewegte sich halb im Schatten des Planeten, so, dass man einen Teil von ihr nicht sehen konnte, abgesehen von einigen Lichtern die im Dunklen schimmerten. Der Frachter verließ träge den Käfig und schwebte in den Raum hinaus, wie ein mit einem Seifenstück angetriebenes Holzstück.
#KRZZT# „U.T.C. COAK – übermittle Navigationspunktdaten.“
Schwerfällig änderte die COAK den Kurs. In einem weiten Bogen nahm sie Kurs auf die vorgegebenen Zieldaten. An Bord des ehemaligen Superfrachters war es still und nur ein Surren und das Ticken einiger Lämpchen über der Bordcomputerkonsole waren zu hören.
Die COAK wurde umfunktioniert zu einem Forschungsschiff der Superlative, ausgestattet mit neuester Technik, den besten Sensoren und einem der bis dato schärfsten Teleskope der bekannten Welt.
Das Ziel lag direkt voraus, wenn auch mit bloßem Auge nicht zu sehen. Die Raumbasis „Washingtons Triumph“. Wie ein Pilz aus dunklem Stahl schwebte sie im nahen Orbit der Erde und mit hunderten von kleinen Lichtern leuchtend. Langsam drehte sich die Raumstation um ihre eigene Achse und raste mit hoher Geschwindigkeit um den Planeten – auch wenn es wirkte, als stehe sie still. Von der COAK aus noch nicht zu sehen besaß auch „Washingtons Triumph“ unzählige Antennen und mehrere große Satellitenschüsseln, sowie ein Dutzend automatischer Geschütztürme.
Die COAK näherte sich schnell. Bei einer Geschwindigkeit von knapp 16000 Kilometern pro Stunde zündeten die kleinen Rückschubtriebwerke am Bug des ehemaligen Superfrachters und das Schiff wurde langsamer, während „Washingtons Triumph“ schnell größer wurde.
#KRZZT# „Hier Washingtons Triumph Verkehrsüberwachung – Andockerlaubnis erteilt – übermittle Daten für automatisches Andockmanöver.“
Kersteen beobachtete das Andockmanöver auf einem Bildschirm, während ihr Onkel Anweisungen an das Megaschiff übermittelte.
„Übergangsbrücke kommt in 10 Sekunden“, sagte er. Mit seiner Nase klebte er fast am Bildschirm der ihm mit vielen Zahlen und einer einfachen Simulation sagte, wann er was zu tun hatte und welche Anweisungen er geben musste.
#KRZZT# „U.T.C. COAK – Geschwindigkeit vollständig angepasst – Erwarte Übergangsbrücke in 5... 4... 3... 2... 1... ...“
Kersteen beobachtete wie sich die Übergangsbrücke, eine Art langer Schlauch, an eine Schleuse der COAK verhackte und mit einem Ruck anschloss. Dahinter drehte sich die Erde um ihre eigene Achse. Europa tauchte gerade am Horizont auf und Kersteen fiel ein, dass die Menschen dort unten einen neuen Tag vor sich hatten.
#KRZZT# „U.T.C. COAK – Andockmanöver erfolgreich, öffne Schleusen.“
Kersteens Onkel stieg aus seinem Sitz und trat an den Bildschirm zu Kersteen. Er lächelte und nickte, als wollte er seine eigene Arbeit loben.
„Das wars“, sagte er.
Er legte ihr seinen Arm um die Schulter und nahm sie mit. Sie lies sich von ihm hinausführen. Im Gang blieb er stehen und wandte sich an sie.
„Ich muss noch etwas erledigen, gehst du bitte schon mal vor?“
Mit diesen Worten kehrte er wieder zur Verkehrskontrolle zurück. Sie kannte ihn zu gut, um nicht zu merken, dass er sie los geworden war. Überhaupt verhielt er sich in den letzten Tagen sehr ungewöhnlich. Ständig schien ihm etwas Sorgen zu machen und immer öfters versank er in seinen Gedanken und vergass alles andere um sich herum. Als sie gefragt hatte, ob alles in Ordnung sei, hatte er sie beruhigt, es sei alles bestens und er sei nur etwas überarbeitet, sie solle sich keine Sorgen machen. Bald hatte er Urlaub und endlich sollte es zurück zur Erde gehen, doch Kersteen hatte etwas anderes im Gefühl. Wenn sie hinaus in den Raum und die leuchtende Erdenkugel unter sich sah, spürte sie, dass sie ihren Planeten verloren hatte, für eine lange Zeit.
Samstag, 9. April 2011
Sonntag, 20. März 2011
Kaffee
Kaffee im Becher - oh, Kaffee im Becher
von Tschibo - oh Kaffee!
Kaffee, Kaffee, Kaffee... ich will einen Becher Kaffee!
Ich hatte mal Feierabend und es wurde dunkel
da dachte ich an Kaffee, oh Kaffee - ich wollte einen Becher Kaffee!
So setzte ich mich in den Waschsalon am Eck
gegenüber der Schienen, nahe dem Rathausplatz
denn da gab es Kaffee, oh Kaffee, ein Becher voll Kaffee!
Aber an diesen Abend gab es dort keine Becher, denn sie waren alle...
Ich ging weiter. Oh, Kaffee!
von Tschibo - oh Kaffee!
Kaffee, Kaffee, Kaffee... ich will einen Becher Kaffee!
Ich hatte mal Feierabend und es wurde dunkel
da dachte ich an Kaffee, oh Kaffee - ich wollte einen Becher Kaffee!
So setzte ich mich in den Waschsalon am Eck
gegenüber der Schienen, nahe dem Rathausplatz
denn da gab es Kaffee, oh Kaffee, ein Becher voll Kaffee!
Aber an diesen Abend gab es dort keine Becher, denn sie waren alle...
Ich ging weiter. Oh, Kaffee!
Mittwoch, 16. März 2011
Schwarze Blüte
Und da betrat er die Korridore, als hinter ihm die Erde zu faulen begann. Die Nacht brach herein und stürzte den Tag als sei es für immer. Zu seiner Rechten spiegelte sich der Mond in einem großen Becher Kaffee der zu frieren begann. Verendete Fliegen klebten am Rand wie feuchte Erde und in der Masse boten sie weißen Larven Nahrung. Und als er die nächsten Schritte tat, das Freie verließ, schloss sich das Tor hinter ihm. Er stand in Düsternis und atmete ruhig. Mit jedem seiner Atemzüge drang der Gestank faulender Haut in seine Nase und seine Augen gewöhnten sich an die Dunkelheit im Korridor.
Da lag ein Mensch auf dem feuchten Stein und Zement. Und es war doch kein Mensch mehr. Nicht vom Geist und nicht vom Körper her. Totes Fleisch nur ohne Form. Dämonen rissen Hände auseinander, schnitten ihre Namen in die Haut, skalpierten und bohrten Löcher in den Schädel. Und im offenen Bauch, vollständig ausgehöhlt, lag ein Wandspiegel in dem man sein Spiegelbild betrachten konnte.
Das Gesicht das dort zu ihm hinauf sah – es schien nicht zu leben, weniger noch, als der menschliche Kadaver dort auf dem Boden, war er doch voller Blut und hergerichtet. Das Gesicht aber war weiß wie Schnee es nur sein konnte und die Haare schwarz wie der Ausdruck in den Augen. Sie starrten voller Hass und mordlüstern – dämonisch!
Und als der Korridor sich auftat zu einer Kammer, ging er in die Knie und atmete schwer. Eine Kerze flammte auf, die dort auf einem alten Schädel eines Ochsen stand, auf einem Stuhl mit einem kaputten Bein. Dahinter stand ein schreckliches Wesen, das hatte Haare bis zum Boden, schwarz wie verrottendes Fleisch, Löcher, wo Augen hätten sein sollen, aus denen schwarzes Blut quoll. Die Züge im Gesicht glichen einem nackten Vogelkopf ohne Schnabel, da an seiner Stelle ein Schlund kam der in eine unendliche Tiefe blicken ließ. Der Körper war umhüllt von einem Gewand aus genähten Skalps aller Art.
„Und nun bist du so nah“, sprach das Wesen. „So zielstrebig warst du. Unaufhaltsam in deiner Gier nach dem lebenden Tod. Und nun bist du so nah.“
„Wer bist du?“, fragte er.
„Erkennst du wirklich nicht? Du bist doch so nah und dennoch erkennst du nicht?!“, rief das Wesen laut mit gurgelnder Stimme. „Dann hast du es verdient hier zu sein, du hast es wahrlich verdient!“
„Ich verstehe nicht“, sagte er.
„Weil du verloren bist. Du weißt nicht mehr wer du bist, du hast dich vergessen“, sprach das Wesen und senkte den Kopf. „Ich bin tot“, sagten sie.
Und ob er den Spiegel hinter dem Stuhl so spät erst sah, beim sterben vielleicht, brachte er doch die Kraft auf, sich zu drehen und auf seinen toten Beinstümpfen sich zurück in den Korridor zu werfen und vielleicht entkam er – vielleicht.
Da lag ein Mensch auf dem feuchten Stein und Zement. Und es war doch kein Mensch mehr. Nicht vom Geist und nicht vom Körper her. Totes Fleisch nur ohne Form. Dämonen rissen Hände auseinander, schnitten ihre Namen in die Haut, skalpierten und bohrten Löcher in den Schädel. Und im offenen Bauch, vollständig ausgehöhlt, lag ein Wandspiegel in dem man sein Spiegelbild betrachten konnte.
Das Gesicht das dort zu ihm hinauf sah – es schien nicht zu leben, weniger noch, als der menschliche Kadaver dort auf dem Boden, war er doch voller Blut und hergerichtet. Das Gesicht aber war weiß wie Schnee es nur sein konnte und die Haare schwarz wie der Ausdruck in den Augen. Sie starrten voller Hass und mordlüstern – dämonisch!
Und als der Korridor sich auftat zu einer Kammer, ging er in die Knie und atmete schwer. Eine Kerze flammte auf, die dort auf einem alten Schädel eines Ochsen stand, auf einem Stuhl mit einem kaputten Bein. Dahinter stand ein schreckliches Wesen, das hatte Haare bis zum Boden, schwarz wie verrottendes Fleisch, Löcher, wo Augen hätten sein sollen, aus denen schwarzes Blut quoll. Die Züge im Gesicht glichen einem nackten Vogelkopf ohne Schnabel, da an seiner Stelle ein Schlund kam der in eine unendliche Tiefe blicken ließ. Der Körper war umhüllt von einem Gewand aus genähten Skalps aller Art.
„Und nun bist du so nah“, sprach das Wesen. „So zielstrebig warst du. Unaufhaltsam in deiner Gier nach dem lebenden Tod. Und nun bist du so nah.“
„Wer bist du?“, fragte er.
„Erkennst du wirklich nicht? Du bist doch so nah und dennoch erkennst du nicht?!“, rief das Wesen laut mit gurgelnder Stimme. „Dann hast du es verdient hier zu sein, du hast es wahrlich verdient!“
„Ich verstehe nicht“, sagte er.
„Weil du verloren bist. Du weißt nicht mehr wer du bist, du hast dich vergessen“, sprach das Wesen und senkte den Kopf. „Ich bin tot“, sagten sie.
Und ob er den Spiegel hinter dem Stuhl so spät erst sah, beim sterben vielleicht, brachte er doch die Kraft auf, sich zu drehen und auf seinen toten Beinstümpfen sich zurück in den Korridor zu werfen und vielleicht entkam er – vielleicht.
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