wenn du jemanden findest für den du bereit bist alles aufzugeben was du hast.
Mittwoch, 30. Juni 2010
Samstag, 26. Juni 2010
Kehrtag im All
Die Erdumlaufbahn ist voll von Schrott und ausgedienten Satelliten. Für Astronauten steigt die Gefahr tödlicher Kollisionen.
Januar 2088
Der Schrottsammler "Dirty Box" näherte sich mit seinem Fangnetz einem alten Sonnensegel - ein Teil der kürzlich mit einer Gabel kollidierten Raumstation ISS. Das kleine Stück Metal schlug genau an der Verankerung des Sonnensegels ein und riss es ab. Die alte Raumstation wurde schon seit Jahren nicht mehr benutzt und hätte nächstes Jahr auf die Erde geschubst werden sollen, wo sie in der Atmosphäre verglüht wäre.
Das Sonnensegel schwebte in das Trichterförmige Netz. Sogleich zog sich die Offnung des Netzes zusammen und ein Stück der alten ISS war eingefangen. Die Dirty Box zündete ihre Triebwerke um die Geschwindigkeit des gefangenen Objekts zu verringern, um es dann näher an die Erde zu ziehen.
An Bord des Schrottsammlers saß Juri Tamai in seinem Pilotensitz und beobachtete die Anzeigen auf den Bordcomputern. Sein Kaffee schwebte schwerelos, eingeschlossen in einem Beutel über seinem Kopf und machte Saltos. Tamai versuchte sich ganz und gar auf seine Arbeit zu konzentrieren, fiel es ihm aber schwer im Angesicht seines baldigen Urlaubs. Nach einem Monat im All freute er sich natürlich riesig auf eine echte Schwerkraft und vor allem auf richtiges Essen. In den letzten Tagen hatte er seine Fitness-Training vernachlässigt und machte sich nebenbei Sorgen ob er, unten angekommen, auch noch laufen können wird. Ansonsten drohten ihm einige Tage Krankenhaus-Zimmer und ständige Beobachtung.
Die Dirty Box öffnete ihr Fangnetz wieder und entließ das Sonnensegel seinem Schicksal. Wie ein magischer Spiegel schwebte es, schneller werdend, ins Blau-Weiße hinein.
Tamai lehnte sich zurück, schnappte nach seinem Kaffee und trank. Das war das letzte Teil für heute, blieben nur noch einige Tausend Teile fürs nächste Mal. Manchmal wünschte er sich einen gigantischen interstellaren Besen, der den ganzen Schrott mit einem Mal wegkehren könnte.
Mittwoch, 23. Juni 2010
Dienstag, 22. Juni 2010
Donnerstag, 17. Juni 2010
Freitag, 11. Juni 2010
Klo putzen - Handbuch (1)
Nehmen wir an sie knien bereits vor ihrem Klo. Die Sachen sind in greifbarer Nähe und sie sind bereit die scheiß Angelegenheit endlich aus der Welt zu schaffen. Wie gehen sie vor?
Nun, zunächst einmal ist das Tragen von einem Paar Gummihandschuhe anzuraten. Sollten sie auch daran schon gedacht haben, lesen sie bitte im nächsten Abschnitt weiter, ansonsten wird nun auf das sachgerechte Anziehen der Gummihandschuhe eingegangen. Achten sie zu aller erst darauf, dass ihre Gummihandschuhe nicht gleich bei der ersten Belastung reißen. Nehmen sie jeweils einen Handschuh in beide Hände und ziehen sie den Handschuh auseinander - nicht zu sehr, irgendwann reißen auch die allerbesten Markengummihandschuhe. Sollte dieser Test positiv ausgefallen sein können sie ihre Gummihandschuhe ohne Bedenken für ihre nun folgende Arbeit verwenden. Achten sie beim Anziehen auch darauf, dass sich der Gummihandschuh wie eine zweite Haut über ihre Hände legt - Lufträume oder andere Unebenheiten sollten nicht sein. Vor dem Anziehen sollten sie sich klar sein wo der Daumen ihres Handschuhs ist und was noch wichtiger ist, welche Seite auf der Haut anliegen sollte. Sollten sie dennoch Probleme beim Anziehen ihrer Gummihandschuhe haben können sie uns unter folgender Hotline anrufen - 0190 666 666 - wir stehen ihnen dann mit Rat und Tat zur Seite. Unsere besten Fachmänner, Ärzte und Psychologen stehen ihnen ebenfalls zur Verfügung. So, dass sie sich ganz und gar und ohne Angst an die Drecksarbeit machen können.
Nun, zunächst einmal ist das Tragen von einem Paar Gummihandschuhe anzuraten. Sollten sie auch daran schon gedacht haben, lesen sie bitte im nächsten Abschnitt weiter, ansonsten wird nun auf das sachgerechte Anziehen der Gummihandschuhe eingegangen. Achten sie zu aller erst darauf, dass ihre Gummihandschuhe nicht gleich bei der ersten Belastung reißen. Nehmen sie jeweils einen Handschuh in beide Hände und ziehen sie den Handschuh auseinander - nicht zu sehr, irgendwann reißen auch die allerbesten Markengummihandschuhe. Sollte dieser Test positiv ausgefallen sein können sie ihre Gummihandschuhe ohne Bedenken für ihre nun folgende Arbeit verwenden. Achten sie beim Anziehen auch darauf, dass sich der Gummihandschuh wie eine zweite Haut über ihre Hände legt - Lufträume oder andere Unebenheiten sollten nicht sein. Vor dem Anziehen sollten sie sich klar sein wo der Daumen ihres Handschuhs ist und was noch wichtiger ist, welche Seite auf der Haut anliegen sollte. Sollten sie dennoch Probleme beim Anziehen ihrer Gummihandschuhe haben können sie uns unter folgender Hotline anrufen - 0190 666 666 - wir stehen ihnen dann mit Rat und Tat zur Seite. Unsere besten Fachmänner, Ärzte und Psychologen stehen ihnen ebenfalls zur Verfügung. So, dass sie sich ganz und gar und ohne Angst an die Drecksarbeit machen können.
Dienstag, 8. Juni 2010
Montag, 7. Juni 2010
stirb weiter
du bist einer von denen die sterben und nicht leben
dein glück war die gnade irgend jemands
und nun ist das geschenk abgelaufen - stirb weiter.
dein glück war die gnade irgend jemands
und nun ist das geschenk abgelaufen - stirb weiter.
Dyson-Sphäre (1)
Das Mädchen setze sich auf. Vor ihr war nichts weiter, als nebelige Leere. Links von ihr, in weiter Ferne, waren die dunklen Umrisse einer Stadt zu erkennen, welche aus der Dunkelheit des Himmels zu wachsen schien. Rechts von ihr ragten Türme aus der unendlichen Tiefe unter ihr herauf und wangten leicht im Wind. Sie selbst befand sich auf einem solchen Turm. Sie lag zwischen zwei sehr dicken Kabeln welche ihren Turm mit einem weiteren Turm irgendwo im Nebel verbanden. Hinter ihr, auch weit, weit weg, schien eine gigantische Platform auf dem Nebel zu schwimmen.
Sie wischte sich ihr schmutziges Haar aus dem Gesicht und stand auf. Etwas unsicher auf den Beinen schritt sie bis zum Rand des Turms und schaute hinunter. Ein starker Wind blies ihr entgegen. Sie stolperte zurück und fiel hin, stand aber sofort wieder auf. Jetzt blickte sie nach oben. Ein Dutzend gerissener Schläuche aus denen es tropfte hingen einige Meter über ihr. Sie stieß sich mit aller Kraft vom Boden weg und griff nach einem der Schläuche. Sie fing an, an dem Schlauch empor zu klettern, doch schon nach einigen Metern hatte sie kaum noch Kraft - sie klammerte sich mit den Beinen fest und verschnaufte.
Ein starker Wind riss die Schläuche und das Mädchen mit sich. Ein dünner Schlauch wickelte sich dabei um das Mädchen, so, dass sie sich im Kreis zu drehen begann. Dann löste sich auch noch der Schlauch an welchem sie sich fest klammerte aus seiner Verankerung weit oben über ihr. Sie stieß einen leisen Laut aus als sie reflexartig nach einem anderen Schlauch griff. Der Schlauch an dem sie gerade noch gehangen hatte stürzte, wie eine lebende, sich windende Schlange hinab in die endlose Tiefe.
Sie wischte sich ihr schmutziges Haar aus dem Gesicht und stand auf. Etwas unsicher auf den Beinen schritt sie bis zum Rand des Turms und schaute hinunter. Ein starker Wind blies ihr entgegen. Sie stolperte zurück und fiel hin, stand aber sofort wieder auf. Jetzt blickte sie nach oben. Ein Dutzend gerissener Schläuche aus denen es tropfte hingen einige Meter über ihr. Sie stieß sich mit aller Kraft vom Boden weg und griff nach einem der Schläuche. Sie fing an, an dem Schlauch empor zu klettern, doch schon nach einigen Metern hatte sie kaum noch Kraft - sie klammerte sich mit den Beinen fest und verschnaufte.
Ein starker Wind riss die Schläuche und das Mädchen mit sich. Ein dünner Schlauch wickelte sich dabei um das Mädchen, so, dass sie sich im Kreis zu drehen begann. Dann löste sich auch noch der Schlauch an welchem sie sich fest klammerte aus seiner Verankerung weit oben über ihr. Sie stieß einen leisen Laut aus als sie reflexartig nach einem anderen Schlauch griff. Der Schlauch an dem sie gerade noch gehangen hatte stürzte, wie eine lebende, sich windende Schlange hinab in die endlose Tiefe.
Interstellarer Handel: Logbuch
AN:0128.16JAN3200.SOLEarthParis
CASH:1795.3
BUY:6u"Obst und Gemüse"
Dia.:Hab einen Jungen kennen gelernt. Egid Lando. Ist vielleicht 10 Jahre alt. Spricht nicht.
AB:0153.16JAN3200.s.o.
AN:0611.23JAN3200.BARNARDSSTERNBirminghamworldAndertonDepot
SELL:6u"Obst und Gemüse"(BB)
CASH:2711.6
BUY:1u"HydrogenFuel"6u"Computerkomponenten"
AB:070623JAN3200.s.o.
CASH:1795.3
BUY:6u"Obst und Gemüse"
Dia.:Hab einen Jungen kennen gelernt. Egid Lando. Ist vielleicht 10 Jahre alt. Spricht nicht.
AB:0153.16JAN3200.s.o.
AN:0611.23JAN3200.BARNARDSSTERNBirminghamworldAndertonDepot
SELL:6u"Obst und Gemüse"(BB)
CASH:2711.6
BUY:1u"HydrogenFuel"6u"Computerkomponenten"
AB:070623JAN3200.s.o.
Samstag, 5. Juni 2010
Freitag, 4. Juni 2010
*TRÄUM*
Tief im Wald steht eine alte Lagerhalle. Eine Wand ist zum Teil mit Wellblech abgedichtet und das Dach hat ein Loch. Es gibt einen großen Eingang aber das Tor ist heruntergefahren und lässt sich nicht mehr hochfahren. Die kleine Tür an der Seite ist abgeschlossen. Es ist eine schöne Holztür mit einem Namensschild dran und anstatt einer Klingel gibt es einen Türklopfer. Über der Tür, unterm Dach, ist ein großes Fenster. Blumen stehen auf der Fensterbank und andere Pflanzen. Weiße Gardinen verschleiern die Sicht ins Innere. Auf dem Dach stehen Gartenstühle und ein Tisch. Das Laub der Bäume ist dort oben zum anfassen nah, dennoch kommt noch genug Licht durch das Geäst.
Manchmal sitzt dort oben jemand und liest ein Buch oder eine Zeitschrift und manchmal hört man Stimmen die lachen und fiepsen. An anderen Tagen ist es ganz still und man sieht niemanden auf dem Dach, aber aus dem Schornstein an einer Dachecke kommt Rauch und es riecht sehr gut im Wald. Früh morgens riecht es immer nach warmen Kakao und Nachmittags und am Abend duften immer wieder andere Teesorten durch die Luft. Am Wochenende riecht es nach Gebackenem.
Hin und wieder verlässt einer die Halle durch die schöne Tür und geht durch den Wald bis zur Landstraße. Da ist eine Haltestelle. Von dort aus geht es in die Stadt. Es dauert nicht sehr lange, dann ist einer wieder zurück macht sich durch den Wald zurück zur Lagerhalle. An warmen Tagen sieht man, wie einer am Bach sitzt und angelt oder wie einer durch den Wald springt und dem anderen in die Arme fällt.
System (1)
Eine Aufforderung zu leben. Wie ein Blatt zu landen wohin der Wind einen steuert. Persönliche Meldungen sind nicht gern gesehen. Keine eigenen Gründe für die Taten. Der Wind steuert das Blatt. Man soll Nachweise erbringen - der Kontrolle wegen. Vielen Dank ist dann der Lohn. Du bist brav. Die Tätigkeiten haben einen Sinn für irgendjemanden. Für die Summe aller Individuen...
*Die Summe aller Individuen gibt es nicht, sonst dürfte man nicht von Individuen sprechen.
Leuchtende Blätter
lichte Wege
fallendes, grünes Licht
es hatte geblendet und entzückt die schönen Farben zu sehen
das Glitzern hatte das Gesicht angespannt und gut getan
gestern war es anders...
fallendes, grünes Licht
es hatte geblendet und entzückt die schönen Farben zu sehen
das Glitzern hatte das Gesicht angespannt und gut getan
gestern war es anders...
Donnerstag, 3. Juni 2010
Ubuntu

»Eine Person mit Ubuntu ist offen und greifbar für andere, bejaht andere in Ihrer Andersartigkeit, fühlt sich nicht von der Stärke Anderer bedroht, verfügt über ein angemessenes Selbstbewusstsein, das sich aus dem Wissen um die eigene Zugehörigkeit zu einem größeren Ganzen speist, und fühlt sich selbst herabgesetzt, wenn andere erniedrigt oder herabgesetzt, wenn andere gefoltert oder unterdrückt werden.«
Erzbischof Desmond Tutu
Mittwoch, 2. Juni 2010
Kopfbilder (1)
Ein Mann der nackt auf dem trockenen aber feuchten Grund eines Brunnens auf einem Stück Stützbalken sitzt und sich seine Zehen abschneidet.Der Sportlehrer sitzt zusammen mit seinen Schülern im Kreis auf dem Sporthallenboden und erklärt die Regeln eines Spiels. Mitten im Satz stoppt er, springt auf und rennt mit zunehmender Geschwindigkeit durch die Halle und mit voller Wucht gegen die Sporthallenwand - fällt betäubt um und bleibt liegen.
Ein Pfarrer greift mitten im Gottesdienst unter seine Kutten und kratzt sich ordentlich im Schritt.
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